Zucchini kennt man vor allem aus mediterranen Gerichten mit Kräutern und Tomate, zum Beispiel Ratatouille. Tatsächlich stammt das Kürbisgewächs ursprünglich aus Südeuropa. Der Name kommt aus dem Italienischen und bedeutet „kleiner Kürbis“. Mittlerweile werden Zucchini jedoch sehr vielfältig verwendet und sind fester Bestandteil der internationalen Küche.
In Deutschland gibt es neben der gewöhnlichen grünen Zucchini auch gelbe und weiß gestreifte Sorten zu kaufen und zum selbst Anpflanzen. Eine weitere Variante: runde statt längliche Zucchini, die sich besonders zum Füllen eignen. Die Sorte „Black Forest“ zeichnet sich durch ihre Kletterfreude aus und kann an Rankgerüsten bis zu zwei Meter hochwachsen. Sie ist daher gut für den Anbau auf dem Balkon geeignet. Empfehlenswert sind außerdem Mehltau-resistente Sorten. Diese Pilzkrankheit kann die Ernte sonst schnell in Gefahr bringen.
Wie baut man Zucchini an?
Zucchinipflanzen sind robust und pflegeleicht und damit ideal für Anfänger im Gemüseanbau. Bereits ab April können die Pflanzen im Haus vorgezogen und im Mai nach den Eisheiligen ins Freiland gesetzt werden. Säen und pflanzen Sie die Setzlinge am besten mit einem zeitlichen Abstand von zwei Wochen. So verhindern Sie, dass alle Früchte gleichzeitig reif werden. Zwei bis drei Pflanzen pro Haushalt sind normalerweise ausreichend.
Wichtig sind ein sonniger, windgeschützter Standort sowie ein tiefer, nährstoffreicher Boden. Die Zucchini fühlt sich zum Beispiel im Gartenbeet neben Erbsen oder Stangenbohnen wohl. An derselben Stelle sollte man Zucchini und andere Kürbisgewächse in aufeinander folgenden Jahren allerdings nicht anbauen: Um Krankheiten zu vermeiden und den Boden zu schonen, sollte für Zucchini eine Anbaupause von vier Jahren eingehalten werden. Als Zwischenkulturen eignen sich Radieschen und Salat.
Auch Hochbeete eignen sich hervorragend für Zucchinipflanzen. Wer das Gemüse auf dem Balkon kultivieren möchte, sollte große Töpfe verwenden und mindestens zwei Pflanzen setzen, um die Befruchtung der Blüten zu unterstützen. Da Zucchini sowohl männliche als auch weibliche Blüten tragen, kann man bei ausbleibendem Fruchtansatz nachhelfen: Einfach eine männliche Blüte abschneiden, Blütenblätter entfernen und damit die Narbe der weiblichen Blüte bestäuben.
Nach rund zwei Monaten sind die ersten Früchte reif für die Ernte. Allzu lange sollte man dabei nicht warten: Junge Zucchini schmecken besonders zart und aromatisch. Zum Ernten schneidet man die Frucht direkt hinter dem Stiel ab. Das regt die Pflanze dazu an, weitere Früchte auszubilden. Frisch geerntete Zucchini verwendet man am besten sofort. Sie lassen sich aber auch eine Woche im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.






