Hohe Dosierungen von Vitamin E können möglicherweise vor Herzinfarkt und Schlaganfällen schützen. Dies berichten Wissenschaftler von der Keck School of Medicine aus Südkalifornien. Dabei scheint die Höhe der Dosis und die Vitaminform diesen Effekt entscheidend zu beeinflussen. Eine Studie von Wissenschaftlern der University of Pennsylvania in Philadelphia kommt hingegen zu dem Ergebnis, dass Vitamin E nicht gegen Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer schützen kann.
Erst ab einer täglichen Vitamin-E-Dosis von mehr als 300 Milligramm war ein positiver Effekt zu messen, war das Ergebnis der kalifornischen Untersuchung an 573 Frauen und Männern. Die Einnahme von Vitamin-E-Supplementen wirkte sich positiv auf die Arterien im Nacken aus, konnte mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen bestätigt werden.
Eine tägliche Dosis von bis zu 1.000 Milligramm könne eventuell Arteriosklerose verlangsamen, erklärt James H. Dwyer. Dieser Effekt sei allerdings nur bei Vitamin-E-Supplementen gemessen werden konnte, jedoch nicht durch Zufuhr in Nahrungsmitteln. Die Ernährungsrichtlinien für Vitamin E liegen bei täglich 15 Milligramm für Frauen und Männer. Ein Wert von 1.000 Milligramm Vitamin E pro Tag sollte jedoch nicht überschritten werden, so Dwyer.
Eine Studie der Universität von Pennsylvania in Philadelphia belegt hingegen, dass Vitamin E keine antioxidative Wirkung besitzt und damit nicht gegen Krankheiten wie Krebs und Alzheimer schützen kann, wie bisher vielfach angenommen. Die im Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie basiert auf einer Untersuchung von dreißig Männern und Frauen.
Dr. Leyla Schmidt





