Text: Roman Goergen
Als Rama Mishra von der Universität Antwerpen die ersten GPS-Senderdaten der jungen Fischkatze Gulabi auswertete, konnte die Biologin nicht mehr ruhig schlafen. Es war das erste Exemplar dieser kleinen Raubtierart in Nepal, das ein solches Halsband trug. Gulabis Aufenthaltsorte sollten sich eigentlich auf das Koshi-Tappu-Naturschutzgebiet im Südosten des Landes konzentrieren. Doch die Punkte auf der Karte häuften sich stattdessen zu 70 Prozent inmitten der Siedlungen rund um das nahe gelegene Dorf Kusaha – ein risikoreiches Verhaltensmuster für die Katze. „Gulabi lebte fast vollständig zwischen Reis- und Zuckerrohrfeldern sowie am Dorfrand“, sagt Mishra, die auch Gründerin der Naturschutz- und Forschungsorganisation Wildlife Conservation and Research Endeavour (Wild Care) Nepal ist.





