Eines der größten Probleme bei der Hundezucht ist es, den Welpen nach ihrer Geburt optimale Lebensbedingungen zu verschaffen. Da die kleinen Hunde blind und taub geboren werden und etwa 90 Prozent des Tages schlafen, benötigen sie die sichere Geborgenheit eines Nestes. Gerade in den ersten Lebenstagen sterben bei falscher Haltung viele Welpen. Viele Züchter schaffen daher durch eine Wurfbox in Verbindung mit einem Heizstrahler ein angenehmes Mikroklima für die Tiere – vor allem, wenn die Jungen mit der Hündin in einem Außenzwinger gehalten werden. Eine Arbeitsgruppe um Steffen Hoy vom Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Gießen hat jetzt die Haltungsbedingungen in der Wurfkiste optimiert. Die Forscher haben als Unterlage ein Wasserbett entwickelt, das aus einer bissfesten Spezialfolie besteht. Das so genannte Doggy-Bett wird mit einem handelsüblichen Wärmestrahler geheizt und kann entweder nur mit Wasser gefüllt oder mit einem Trockenpulverzusatz zum Gelkissen umgewandelt werden. Erste Erfahrungen von Züchtern haben gezeigt, dass das Doggy-Bett von den Tieren sehr gut angenommen wird – wohl auch deshalb, weil die Welpen seine Schwingungen wie schützendes Fruchtwasser im Mutterleib erleben. Das Wasserbett kostet je nach Ausführung zwischen 67 und 75 Euro.





