Wie gut durchgebratenes Fleisch Krebs verursachen kann, berichten amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science. Die krebserregenden Stoffe im Fleisch lösen Unregelmäßigkeiten in der Zahl der Chromosomen und Mutationen in Reparaturgenen aus.
Das Team von Christoph Lengauer vom Johns Hopkins Oncology Center in Baltimore untersuchte die Auswirkung zweier Carcinogene auf genetische Veränderungen. Der krebserregende in gut durchgebratenem Fleisch vorkommende Stoff “PhIP” stört die geregelte Verteilung der Chromosomen bei der Zellteilung, sodass manche Zellen zu viele, andere weniger Chromosomen als üblich erhalten. Dieser als chromosomale Instabilität bekannte Prozess ist ein Faktor, der Krebs verursachen kann.
Im Gegensatz dazu löst das zweite Carcinogen einzelne Mutationen in Reparaturgenen aus, die normalerweise Fehler in der DNS ausmerzen. Sind die Gene geschädigt, häufen sich Schäden im Erbgut an, die ebenfalls zu Tumoren führen können. Der Stoff entsteht während der Verdauung im Magen und ist besonders für Zellen des Verdauungstrakts gefährlich, die permanent den Carcinogenen ausgesetzt sind.
Dr. Dagmar Knopf





