Die kleinen Blasen im Champagner machen das edle Getränk besonders geschmacksvoll: Vom Zusammenspiel der Kohlensäure mit den gelösten Komponenten hängt sein Geschmack ab. Das berichtet ein französischer Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Agricultural and Food Chemistry (Ausgabe vom 17. Dezember).
Wenn eine Flache Champagner geöffnet wird, steigen Blasen zur Luftoberfläche auf und reißen Aromamoleküle mit sich. Dadurch entfaltet sich der volle Geschmack des Getränks. Kleinere Blasen könnten einen noch größeren Genuss ermöglichen, denn eine Flasche kann eine größere Anzahl von ihnen aufnehmen, erklärt Gérard Liger-Belair von der Universität von Reims-Champagne-Ardenne (Frankreich).
Der Forscher hatte die Kohlendioxid-Konzentration verschiedener Getränke analysiert. Bei herkömmlichen Softdrinks wie Mineralwasser begünstigt viel Kohlendioxid die Blasenbildung. Überraschenderweise unterschieden sich jedoch die Blasengrößen des Champagners und seiner verwandten Schaumweine deutlich, obwohl die Verteilung der Kohlensäure in den Getränken etwa gleich war.
Champagner sei damit ein Sonderfall, weil die Blasengröße nicht nur von der Gasmenge abhängt, schließt Liger-Belair aus der Studie. Andere gelösten Bestandteile im Champagner, wie etwa Salze, Kohlenhydrate und Mineralien können auch zur Bildung kleinerer Blasen beitragen. Der Forscher will künftig mit seinen Ergebnissen ein Computermodell für die perfekte Champagner-Blase entwickeln.
ddp/bdw ? Sandra Saladin





