Gabriella Gazzani von der Universität Padua zeigte in einem Experiment, dass Kaffee vor Karies schützt. Für das Experiment benutzte sie in Speichel getränkte Hydroxyapatit Perlen, die als Modell für den menschlichen Zahnschmelz dienten. Wenn die Perlen mit geröstetem Kaffee getränkt waren, konnte sich der Erreger von Karies “Streptococcus mutans” nur schwer an die Perlen heften. Von ihrem Experiment berichtet Gazzani im Journal of Agricultural and Food Chemistry.
Normalerweise kann sich Streptococcus mutans gut an die Perlen heften, was als Voraussetzung für die Zerstörung des Zahns angesehen wird. Das Anheften konnte Gazzani nun um 40,5 Prozent bis 98,1 Prozent senken, indem sie die Perlen vorher mit schwarzem Kaffee tränkte. Das Experiment funktionierte mit allen Kaffeesorten, sofern diese aus dem Mehl gerösteter Kaffeebohnen hergestellt waren.
Die stärkste Wirkung hatte Instant-Kaffee, aber auch entkoffeinierter Kaffee schützte die Perlen vor den Bakterien. Gazzani vermutet, dass ein aktiver Wirkstoff im Trigonellin, einem wasserlöslichen Bestandteil des Kaffees, den Zahn schützt.
Dagmar Kronenberg





