Kaffee-Trinken kann das erhöhte Risiko von Rauchern für Blasenkrebs etwas vermindern. Das ist das Ergebnis der Studie von Gonzalo Lopez-Abente vom Nationalen Zentrum für Epidemiologie in Madrid und Kollegen. Die Wissenschaftler werteten die Daten von fast 500 Fällen von Blasenkrebs an zwölf großen Krankenhäusern Spaniens über einen Zeitraum von einem Jahr aus. Die Studie wurde im britischen Journal of Epidemiology and Community Health (Bd. 55, S. 68) veröffentlicht. Bei Nichtrauchern zeigte Kaffeetrinken kaum einen Einfluss auf das Blasenkrebsrisiko.
Rauchen gilt als einer der größten Risikofaktoren für den Blasenkrebs. Raucher, die wenig oder keinen Kaffee tranken, trugen ein um das Siebenfache erhöhte Blasenkrebs-Risiko wie Nichtraucher. Bei Rauchern, die regelmäßig Kaffee tranken war es im Vergleich zu Nichtrauchern nur noch um das Dreifache erhöht.
Kaffee als eigener Risikofaktor wurde bislang kontrovers diskutiert. Eines der Hindernisse in den Untersuchungen nach einem Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und Blasenkrebs war der Tabakkonsum der Versuchspersonen, der die Ergebnisse oft verfälschte. Die spanischen Wissenschaftler trennten in ihrer Studie daher Kaffeetrinker in Raucher und Nichtraucher-Gruppen. Die Forscher vermuten, dass die Krebs erregenden Wirkstoffe des Rauchs durch Kaffee erniedrigt werden könnten.
dpa





