Kaffee erhöht bei Schwangeren das Risiko einer Totgeburt. Das legt eine Studie an mehr als 18.000 Frauen nahe, berichten dänische Forscher im Fachmagazin “British Medical Journal” (Bd. 326, S. 420).
Das Team um Kirsten Wisborg vom Universitätskrankenhaus in Aarhus hatte Frauen, die sich zwischen 1989 und 1996 für eine Geburt eingetragen hatten, zu Kaffeekonsum und Lebensstil befragt. Demnach haben Schwangere, die acht und mehr Tassen Kaffee täglich trinken, ein doppelt so hohes Risiko einer Totgeburt wie Kaffeeabstinente.
Aber auch leichtere Kaffeetrinkerinnen brachten eher tote Kinder zur Welt, fanden die Forscher. Allerdings ist bei ihnen die Rate von vier bis fünf Totgeburten pro 1.000 Geburten insgesamt eher gering.
In ihrer Untersuchung hatten die Forscher viele Nebeneinflüsse wie zum Beispiel Alkohol- und Zigarettenkonsum, Body-Maß-Index, Beruf und die Art der Partnerschaft herausgerechnet. Sie können dennoch nicht komplett ausschließen, dass der besondere Lebensstil von starken Kaffeetrinkerinnen den Zusammenhang von Kaffee und Totgeburten bestimmt.
Die Forscher führen jedoch auch Hinweise aus Tierexperimenten an. Demnach zeigen frühere Studien an schwangeren Affen, dass Koffein, der stimulierende Inhaltsstoff im Kaffee, Totgeburten fördern kann.
ddp/bdw – Marcel Falk




