Die Forscher stellten bei ihnen vor allem Anzeichen von Entzündungsprozessen im Gehirn fest. Es gibt bereits Hinweise darauf, dass dies mit dem Risiko für Übergewicht, Stoffwechselstörungen und den damit verbundenen Problematiken steht. Passend dazu stellten die Forscher bei den männlichen Versuchstieren auch eine Neigung zu Glukose-Intoleranz fest – ein Warnsignal für die Entwicklung von Diabetes. Darüber hinaus fanden sie Anzeichen für Schäden an den Herzen der Tiere. Die Mäuse-Damen blieben von all diesen Effekten hingegen verschont, berichten die Forscher. „Es schien, als ob sie etwas vor dem schädlichen Einfluss des Fetts und des Zuckers schützt”, sagt Clegg.
Östrogen schützt Junkfood-Fresserinnen
Durch weitere Untersuchungen fanden die Forscher Hinweise darauf, dass dieser Schutzeffekt im Zusammenhang mit dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen steht. Ob sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, wollen sie nun in weiteren Untersuchungen klären. Es gibt aber bereits Hinweise darauf, dass auch bei uns der Effekt des Östrogens ähnliche Wirkung haben könnte wie bei den Nagern: Es ist bekannt, dass Frauen vor der Menopause – wenn ihr Östrogenspiegel hoch ist – weniger von den negativen Folgen von Übergewicht betroffen sind als Männer. Nach dem Klimakterium – wenn der Östrogenspiegel sinkt – schwindet dieser Vorteil hingegen.
Sollte sich der Zusammenhang auch beim Menschen bestätigen, würde dies den Forschern zufolge bedeuten: Ernährungsempfehlungen müssten sich intensiver danach richten, ob sie an Männer oder Frauen adressiert sind. Das entspricht auch einem momentanen Trend: Die Hinweise häufen sich, dass der Körper von Männern und Frauen unterschiedlicher auf Ernährung, Behandlungen oder Medikamente reagiert, als man bisher angenommen hat.
Der kleine Unterschied – auch im Darm





