Nachdem amerikanische Forscher kürzlich im Muskelfleisch von Mäusen hohe Mengen an Erregern von Rinderwahnsinn entdeckt hatten, kommen nun französische Forscher zu einem anderen Schluss: In großangelegten Versuchen fanden sie im Fleisch von kranken Rindern, Schafen und Ziegen keine der so genannten Prionen. Damit könne Fleisch von diesen Tieren weiterhin als sicher gelten, meldet die französische Lebensmittelbehörde in Maisons-Alfort.
Die amerikanischen Untersuchungen im Labor des Nobelpreisträgers Stanley Prusiner hatten weltweit die Befürchtung ausgelöst, dass auch Muskelfleisch die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit übertragen kann. Bis dahin galten nur das Nervengewebe aus dem Rückenmark und dem Gehirn als ansteckend. Hastig führten deshalb französische Wissenschaftler innerhalb weniger Tage in mehreren staatlichen Forschungszentren Versuche am Fleisch von infizierten Tieren durch und fanden weder im Muskelgewebe noch in den Nerven und Lymphgefäßen im Muskel Rinderwahn-Erreger. Auch in den Muskeln von kranken Mäusen entdeckten sie keine Prionen. Die Ergebnisse bestätigen frühere Untersuchungen in mehreren Ländern.
ddp/bdw – Marcel Falk





