Bier enthält offenbar genügend Folsäure, um vor Herzerkrankungen zu schützen. Das fanden Wissenschaftler um Otto Mayer jr. von der Karls-Universität in Pilsen heraus. Folsäure ist ein Vitamin, dass vor allem in Obst und Gemüse vorkommt.
Die Forscher maßen die Blutwerte von über 500 Menschen zwischen 35 bis 65 Jahren. Die Probanden lebten in Pilsen, einer der Gegenden mit dem höchsten Bierkonsum der Welt.
Die Biertrinker schnitten besonders gut ab: Personen, die mehr als eine Flasche Bier pro Tag tranken, hatten den höchsten Folsäure-Spiegel im Blut. Zugleich waren die Homozystein-Werte bei ihnen am niedrigsten. Homozystein wird mit Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Offenbar kann gemäßigter Biergenuss diesen Risikofaktor unter Kontrolle halten, folgern die Forscher.
Neben der Folsäure schütze auch der Alkohol im Bier vor Herzerkrankungen, schreiben sie in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts “European Journal of Clinical Nutrition”.
Marianne Diehl





