Menschen können das soziale Gefüge von Delphinen wesentlich beeinflussen. So haben Schleppnetzfischer vor der Küste Australiens unabsichtlich eine Delphinpopulation geteilt. Einige Tiere der Moreton Bucht folgen den Fischkuttern und suchen ihr Futter um die Boote. Andere Delphine dagegen jagen ausschließlich in der Weite der Meere, berichten australische Forscher im Fachblatt “Proceedings: Biological Sciences” der Königlichen Gesellschaft in London.
Die Rotmeer-Tümmler halten sich auch bei anderen Vorlieben an ihre “Klassenzugehörigkeit”, fanden die Biologen der James Cook Universität in Townsville. So bevorzugen beide Gruppen verschiedene Gebiete in der Moreton Bucht und ziehen in unterschiedlich großen Trossen umher.
Die Forscher vermuten, dass Menschen das soziale Gefüge von vielen Tier-Gruppen versehentlich beeinflussen. Das erschwere die Schutzbemühungen, betonen die Biologen. So müssten Tierschützer bei den Delphinen der Moreton-Bucht die verschiedenen Verhaltenstraditionen berücksichtigen.
ddp/bdw – Marcel Falk





