Die Knochenfestigkeit kann durch regelmäßige Vibrationen erhöht werden. Das legen zumindest Versuche an Schafen nahe, über die die Zeitschrift Nature in ihrer neuesten Ausgabe berichtet.
Der Osteoporose-Spezialist Clinton Rubin von der Staats-Universität New York und seine Mitarbeiter haben die Hinterläufe von erwachsenen Schafen täglich 20 Minuten sehr leichten Vibrationen mit hoher Frequenz ausgesetzt. Nach einem Jahr war die Knochendichte bei den Tieren um ein Drittel höher als bei Schafen, die nicht mit Vibrationen behandelt wurden. Außerdem hatten sich die Knochenbälkchen (Trabekel) vermehrt, was die Stabilität der Knochen verbessert. Auch bei feingeweblichen Untersuchungen stellten die Forscher eine höhere Knochenqualität fest.
Sollten sich die Forschungsergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, könnten hochfrequente Vibrationen vielleicht medikamentöse Therapien ersetzen, schreiben Rubin und seine Kollegen. Denn die Methode sei nicht-invasiv, die Knochenbildung werde vom Knochen selbst angeregt und unerwünschte Wirkungen von Medikamenten ließen sich vermeiden.
Dr. Thomas Meißner





