Bei immerhin 56 Prozent der Mäuse brach im Schnitt nach knapp 37 Tagen ein Zahn durch das Zahnfleisch, berichten die Forscher. Nach durchschnittlich 49 Tagen war der neue Zahn so lang, dass er beim Zubeißen Kontakt zu den unteren Zähnen hatte und sich auch nicht mehr verlängerte. Die Struktur des Zahns habe exakt der der bereits existierenden Zähne entsprochen: Zahnschmelz, zahnschmelzbildende Zellen, Zahnbein, dentinproduzierende Zellen, Zahnmark, Blutgefäße, Wurzelhaut und Wurzelzement waren vollständig vorhanden und völlig normal mit dem Oberkieferknochen beziehungsweise dem Gewebe verwachsen. Auch zeigte die Oberfläche der Zahnkrone eine gezackte Struktur, die ein Gegenstück zur Form der Zähne des Unterkiefers bildete.
Die Funktion des Zahns war ebenfalls normal, zeigten weitere Tests: Die Härte des Zahnschmelzes entsprach der natürlich gewachsener Zähne, die Kauleistung war nicht eingeschränkt, und auf Druck oder schmerzhafte Reize reagierte der neue Zahn mit der Produktion von Schmerzbotenstoffen. Allerdings hatte der neue Zahn nicht die typische Buckelstruktur wie ein normal gewachsener Backenzahn. Trotzdem sind die Forscher zuversichtlich, dass das Verfahren großes Potenzial für den Einsatz beim Menschen hat ? Studienleiter Takashi Tsuji von der Universität Tokio hat es bereits zum Patent angemeldet. Aktuell suchen die Forscher nun nach Alternativen zu den embryonalen Zellen. Vielversprechend sind hier vor allem sogenannte adulte Stammzellen, die auch beim Erwachsenen noch für Zellnachschub in verschiedenen Gewebearten sorgen.





