Mit Hilfe von Röntgen-Panoramaaufnahmen des Kiefers können auch Zahnaerzte helfen, mögliche Verkalkungen in der Halsschlagader zu erkennen. Wie in der jüngsten Ausgabe des Journal of the American Dental Association gemeldet wird, könnte diese Früherkennung vor allem bei Frauen, die das 55. Lebensjahr überschritten haben und nicht unter Herz- oder Gefäßkrankheiten leiden, helfen, das individuelle Risiko besser einzuschätzen. Fuer ihre Studie werteten die Mediziner Arthur Friedlander und Lisa Altman Kiefer-Panoramaaufnahmen weiblicher Patientinnen im Alter von 55 bis 90 Jahren aus. Dabei entdeckten sie bei 31 Prozent der betroffenen Frauen Kalkablagerungen in der Halsschlagader, obwohl keine Anzeichen für eine akute Erkrankung vorlagen.
Bei Frauen führt nach den Wechseljahren ein geringer Östrogenspiegel häufig zu erhöhten Cholesterinwerten und macht sie deshalb besonders anfällig für Arteriosklerose. Verkalkungen in der Halsschlagader können den Blutflusses zum Gehirn verlangsamen oder unterbrechen, das Ablösen von Ablagerungen an der Arterienwand kann eine Verstopfung von Blutgefässen im Gehirn auslösen und damit direkt einem Schlaganfall verursachen.
Die Autoren der Studie empfehlen vor allem Frauen, die unter erhöhtem Blutdruck leiden, übergewichtig sind oder rauchen und damit generell ein erhöhtes Schlaganfallrisiko tragen, mit ihren Zahnärzten über eine mögliche Verkalkung der Halsschlagader zu sprechen.
Marion Herzog





