C. elegans benötigt das Insulin, um den Stoffumsatz, die Entwicklung und die Überlebensfähigkeit zu steuern. Unter schlechten Wachstums- und Überlebensmöglichkeiten nimmt der Wurm einen Zustand der Stressresistenz, den so genannten Dauerarrest ein. Dieser Dauerarrest wird durch das Nematoden-Insulin ausgelöst. Die Forscher hoffen nun, die Insulinsteuerung in C. elegans als Modell für die Vorgänge im Menschen einzusetzen.
In einem kleinen Wurm, einer so genannten Nematode, haben amerikanische Genforscher 37 verschiedene Insulin-ähnliche Gene entdeckt. Sie enthalten die Information für einige Proteine der Insulin-Familie, die bislang unbekannt waren. Die Entdeckung wird nun wahrscheinlich eine verstärkte Suche nach weiteren menschlichen Insulinformen auslösen.
Mit seinem Team vom Massachusetts General Hospital hatte Gary Ruvkun an der Entschlüsselung der Gene von Caenorhabditis (C.) elegans geforscht. Laut der Fachzeitschrift Genes & Development eröffnet die Entdeckung einer solchen Zahl von Insulingenen in einem Organismus eine völlig neue wissenschaftliche Perspektive.
Frieder Graef





