Das Fehlen von Sauerstoff weist Reparaturzellen nach einer Verletzung den Weg zur Wunde. Sauerstoffmangel im beschädigten Gewebe führt dazu, dass bestimmte Moleküle gebildet werden, die Stamm- und Vorläuferzellen als Signal dienen. So werden sie zu dem Ort geleitet, an dem sie benötigt werden, haben amerikanische Forscher herausgefunden. Ihre Experimente schildern Geoffrey Gurtner und seine Kollegen von der Universität New York in der Fachzeitschrift Nature Medicine (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/nm1075).
Für die Regeneration verletzten Gewebes benötigt der Körper Stamm- und Vorläuferzellen, die von ihrem Entstehungsort zum verletzten Gewebe wandern. Bislang war Forschern jedoch unklar, wie dieses Reparaturkommando die Verletzung findet. Die Forscher um Gurtner entdeckten nun, wie das Fehlen von Sauerstoff die Reparaturzellen zu ihrem Ziel finden lässt, damit sie dort neues Gewebe aufbauen können: Durch den Sauerstoffmangel wird verstärkt ein Stoff namens HIF-1 gebildet. HIF-1 wiederum reguliert die Produktion eines Moleküls namens SDF-1. Diese Substanz erleichtert es Vorläuferzellen schließlich, ihren Einsatzort zu finden.
Die Ergebnisse könnten eine neue Möglichkeit eröffnen, die Heilung nach Verletzungen zu beschleunigen: Würde die Bildung von HIF-1 gefördert, könnte das die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen, vermuten die Forscher.
ddp/bdw ? Cornelia Dick-Pfaff





