Text: Naomi Bosch
Hans Pfeffer kennt jeden Meter seiner Felder. Der Biolandwirt steckt seit 30 Jahren sein ganzes Herzblut in ein Mosaik aus Streuobstwiesen, Grünland, Obstanlagen, Wald und Weinbergen. Sein Biolandhof Bannmühle im rheinland-pfälzischen Odernheim am Glan liegt, wie der Name schon erahnen lässt, unmittelbar in Flussnähe. Der Glan fließt gemächlich durch das hügelige Örtchen. Dort, wo der Fluss an einem Damm beschleunigt, ragen die imposanten alten Mühlengebäude hervor. Gleich daneben liegt ein Weinberg, kurz danach beginnen die ersten Apfelanlagen. Oberhalb des Dorfs erstrecken sich Wiesen und Weiden, darüber der Wald. Ein kleiner Bach fließt fast unbeachtet von dort den Berg hinab, bis er schließlich das Dorf erreicht und sich zwischen und unter den Häusern hindurchschlängelt. Jedenfalls normalerweise: Vor ein paar Jahren regnete es aber innerhalb kurzer Zeit so stark, dass das sonst so unscheinbare Rinnsal aus seinen Ufern trat. Unter der Gewalt des Regens riss es Äste und Geröll vom Berg mit sich, die unten im Dorf die Abflüsse verstopften. Das Wasser schwappte auf die Straße und überflutete mehrere Häuser.





