Um die Entwicklung der tropischen Regenwälder genau beobachten zu können, wurde ein neues globales Netzwerk etabliert. Es besteht aus Wissenschaftlern vom Centre for Tropical Forest Sciences (CTFS) des Smithsonian Tropical Research Institute und weltweit verteilten Wissenschaftlern. “Veränderungen der biologischen Aktivität können nun global in Lateinamerika, Südostasien und Afrika genau festgestellt und verfolgt werden”, erklärt der Waldwissenschaftler Sean Thomas.
Allein in den letzten 20 Jahren wurden mehr als 3 Millionen Bäume und 6.500 Lebewesen kartiert und identifiziert. Ergebnisse dieser Untersuchungen können die Effekte der Umweltverschmutzung und des Kohlendioxid-Gehaltes ermitteln und helfen, neue Pflanzen für die medizinische Anwendung zu finden. Ein standardisiertes Kartierungsprinzip bildet die Grundlage dieses Netzwerkes. Dabei werden die Daten und das Schicksal einzelner Bäume und Gebiete in Zentimeterabständen ausgewertet und über Jahre verfolgt.
Eine einzige Kartierung von 50 Hektar umfasst durchschnittlich 350.000 Bäume. Gewonnene Daten sollen helfen, den globalen Waldbestand zu erhalten und neue Perpektiven bei der Wiederaufforstung zu untersuchen. Der Einfluss der Klimaveränderung und deren Effekt auf die tropischen Regenwälder kann mit Hilfe dieser Methode ebenfalls gezielt beobachtet werden.
Dr. Leyla Schmidt





