In Großbritannien nimmt die Verbreitung widerstandsfähiger HI-Viren zu. Das zeigt eine jetzt in der Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlichte Analyse. Diese Viren sprechen nicht mehr auf so genannte antiretrovirale Medikamente an, die die Virusvermehrung verhindern sollen.
Für seine Forschungen untersuchte Deenan Pillay von der University of Birmingham Medical School 69 Patienten, die sich zwischen Juni 1994 und August 2000 mit HIV infiziert hatten. Bis zu Beginn des Tests hatten sie keine antiretroviralen Medikamente eingenommen.
Bei 10 Patienten (14 Prozent) konnten resistente HI-Viren nachgewiesen werden. Zwei der zehn Fälle zeigten sogar eine Resistenz gegen zwei der drei verfügbaren Klassen der antiretroviralen Medikamente.
Aufgrund dieser Ergebnisse plädieren die Ärzte für ein striktes Einhalten der Medikamentenpläne und für neue Methoden, um die Bevölkerung zu einem geschützten Sexualverhalten zu ermutigen. Auch müsse die Übertragung der Resistenzen zwischen den Viren weiter untersucht werden, um ihre Ausbreitung zu verfolgen.
Dr. Dagmar Knopf





