Außer durch Jagd wird das Rotwild im Winter auch durch Wanderer, Skifahrer und Schneeschuhläufer gestört, besonders wenn sie abseits der Wege oder nachts unterwegs sind. Wie schwerwiegend sich menschliche Störungen auf das Rotwild auswirken, untersucht nun die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mit Unterstützung der Deutschen Wildtier Stiftung. “Mit Hilfe von besenderten Tieren, deren Bewegungen über GPS verfolgt werden können, untersuchen wir die Reaktionen des Rotwildes auf unterschiedliche Störungen”, erläutert Rudi Suchant, Projektleiter bei der FVA. “Kernstück der Untersuchung sind die Analyse der Reaktionen der mit Sendern ausgestatteten Tiere auf verschiedene Arten menschlicher Störungen”, so Suchant weiter. Darüber hinaus vergleichen die Forscher Rotwild, das einem normalen Jagddruck ausgesetzt ist mit Tieren, die seit längerer Zeit nicht mehr bejagt wurden. “Unabhängig von anderen menschlichen Störungen ist die Verringerung des Jagddrucks ein wichtiger Schlüssel für mehr Ruhe in den Rotwildrevieren”, erläutert Freiherr von Münchhausen.
Im gemeinsamen Projekt der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und der Deutschen Wildtier Stiftung werden deshalb auch Vorschläge für möglichst störungsarme Jagdmethoden entwickelt.





