Wie dieses Fortschreiten der Evolution sich auf die Physiognomie der Menschen auswirken wird, darüber gibt es viele Spekulationen, erklärt Wilhelm im aktuellen Heft von bild der wissenschaft. Ein Trend zeichnet sich jedoch bereits heute ab: die Verschmelzung von Mensch und Maschine – etwa beim “Biohacker” Rich Lee. Der Amerikaner hat sich Magnete in die Ohren implantieren lassen, die ihm einen sechsten Sinn verleihen. Die “internen Kopfhörer” ermöglichen es Lee, elektromagnetische Wellen wahrzunehmen und so über eine Magnetspule am Hals, die mit einem mp3-Player verbunden ist, Musik zu hören. Ziel ist es, die Implantate als Basis für ein Echo-Lokationssystem ähnlich wie bei Fledermäusen zu nutzen. Ist der Cyborg also bald Realität? Vieles spricht dafür. Das bekräftigt in der aktuellen bdw-Titelgeschichte in einem ausführlichen Interview auch der umstrittene Medizin-Ethiker Julian Savulescu. Seine heiß diskutierte These: “Es ist unsere moralische Pflicht, den Menschen zu verbessern.”
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