Zum Inhalt springen
natur - Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben
AnmeldenAbonnieren
  • Erde & Umwelt
  • Biologie
  • Nachhaltigkeit
  • Rezensionen
  • natur Plus
natur - Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben
  • Erde & Umwelt
  • Biologie
  • Nachhaltigkeit
  • Podcast
  • Rezensionen
natur-Newsletter
Aktuelle Nachrichten aus Natur und Umwelt direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • natur Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Bilddatenbank natur

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Kleinanzeigen
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
naturErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-207
RedaktionE-Mail: redaktion-natur@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-345
Folgen Sie uns
natur als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppewissenschaft.dedamals.de
© 2026 natur
Startseite/Erde & Umwelt/Artikel
Wie schützt man Perowskit-Solarzellen vor Wind und Wetter?
Erde & Umwelt

Wie schützt man Perowskit-Solarzellen vor Wind und Wetter?

Forscher Kun Sun mit einer Perowskit-Solarzelle. · Foto: TU München

Wie schützt man Perowskit- Solarzellen vor Frost und Hitze? Diese Module sind zwar besonders effizient, vor allem im Tandem mit Silizium-Solarzellen. Sie reagieren aber sensibel auf Temperaturänderungen und verlieren dadurch sehr schnell an Kapazität. Doch bestimmte organische Moleküle könnten Abhilfe schaffen, indem sie das fragile Kristallgitter wie ein molekulares Gerüst zusammenhalten und die Solarzellen deutlich robuster machen.
Autor
Carolin Malmendier
30. März 2026
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Immer mehr Länder setzen auf Sonne statt Kohle oder Gas, um CO₂-Emissionen zu senken und das Klima zu schützen. Um die wachsende Nachfrage zu decken, braucht es mehr Solarmodule sowie besonders effiziente und langlebige Technik, die unter realen Wetterbedingungen zuverlässig Strom liefert. Perowskit-Solarzellen beispielsweise bestehen aus speziellen kristallinen Materialien, die Sonnenlicht besonders effizient in Strom umwandeln, sind aber bislang noch nicht robust genug, um Temperaturschwankungen auf Dächern dauerhaft zu überstehen.

Doch welche Mechanismen lassen die Perowskit-Zellen beim Einsatz unter Sonne, Hitze und Frost überhaupt zu Schaden kommen? Und was kann man dagegen tun? Dieser Frage hat sich nun ein Forschungsteam um Kun Sun von der Technischen Universität München in gleich zwei Studien angenommen.

Atmendes Material

Die Forschenden konzentrierten sich auf die oberen Schichten sogenannter Tandem-Solarzellen – spezielle Solarmodule, bei denen Perowskit-Solarzellen über klassischen Silizium-Solarzellen liegen. Die obere Schicht fängt besonders Licht im kurzwelligeren blauen Spektralbereich ein, während die darunterliegende Silizium-Zelle vorwiegend langwelligere rote und infrarote Anteile des Sonnenlichts nutzt. So wird das Sonnenlicht effizienter ausgenutzt und es kann mehr Strom erzeugt werden als mit herkömmlichen Solarmodulen.

Um herauszufinden, warum die Zellen bei Temperaturschwankungen an Leistung verlieren, beobachteten die Forschenden mithilfe von Röntgenmessungen, wie sich das Kristallgitter der oberen Schicht bei schnellen Wechseln von Hitze und Kälte verhält. Dies zeigte, dass sich das Perowskit ausdehnt und wieder zusammenzieht – fast so, als würde das Material „atmen“. Diese Bewegungen erzeugen mikroskopische Spannungen, die langfristig die Leistung der Zellen verringern.

Die Burn-in-Phase – ein schwacher Start

Das Besondere an der Entdeckung: Der größte Teil der Leistungsabnahme passiert gleich zu Beginn – die Zellen verlieren beim „Einlaufen“, auch Burn-in Phase genannt, bis zu 60 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. „Wir konnten zeigen, dass eine Art mikroskopisches Tauziehen diesen Verlust auslöst“, erklärt Sun. „Im Inneren des Materials entstehen Spannungen und seine Struktur verändert sich. Das kostet Leistung.“

Doch wie lässt sich verhindern, dass das Material durch diese ständige Belastung buchstäblich auseinanderfällt? In einer zweiten Studie verglichen die Forschenden daher spezielle organische Moleküle, die als Abstandshalter wirken und das Kristallgitter wie ein molekulares Gerüst zusammenhalten. Dabei zeigte sich: Einige Kandidaten stabilisierten das Material nur wenig, ein voluminöseres Molekül namens PDMA sorgte hingegen dafür, dass die Solarzellen selbst bei schnellen Temperaturwechseln stabil blieben.

Ein Schritt Richtung Zukunft

Die Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt in Richtung robusterer Solarzellen, die gleichzeitig besonders effizient Sonnenlicht umwandeln können. „Die Zukunft der Photovoltaik trägt die Vorsilbe Tandem“, sagt Senior-Autor Peter Müller-Buschbaum. „Indem wir die mikroskopischen Mechanismen verstehen, ebnen wir den Weg für eine neue Generation von Solarmodulen, die sowohl hocheffizient als auch robust genug für Jahrzehnte im Außeneinsatz sind.“

Quelle: Technische Universität München; Fachartikel: Nature Communications, doi: 10.1038/s41467-025-68219-w

Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie natur in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

natur als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
Wildschweinfleisch mit Ewigkeitschemikalie PFAS belastet
Erde & Umwelt

Wildschweinfleisch mit Ewigkeitschemikalie PFAS belastet

28. Oktober 2026

PFAS-Chemikalien stecken in vielen Alltagsprodukten und werden in der Natur kaum abgebaut. Eine Studie zeigt nun, wie stark Wildschweinfleisch damit belastet…

Safari ins Hochgebirge
natur PlusErde & Umwelt

Safari ins Hochgebirge

23. Oktober 2026

Im norwegischen Dovrefjell können Reisende Moschusochsen in freier Wildbahn erleben. Erfahrene Guides ermöglichen beeindruckende Begegnungen mit den zotteligen…

Immer der Nase nach
natur PlusErde & Umwelt

Immer der Nase nach

23. Oktober 2026

Trüffeln sind seltene Exoten? Nicht unbedingt. Gourmets kommen auch im Ahrtal auf den Geschmack und lernen, wie der Anbau der mysteriösen Köstlichkeiten selbst…

Dem Wolf auf den Fersen
natur PlusErde & Umwelt

Dem Wolf auf den Fersen

23. Oktober 2026

Ob Haare, Blut oder Kot – solche Spuren geben Wissenschaftlern Aufschluss über das Leben von Wölfen und ihren Einfluss auf das Ökosystem. Eine Suche im…

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite