Der Rauch verbrennender Vegetation enthält eine Komponente, die das Keimen von Pflanzen unterstützt. Die Substanz hat ein Team australischer Wissenschaftler um Gavin R. Flematti von der Universität von West-Australien in Crawley entdeckt. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Science (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/science1099944).
Die Forscher untersuchten den Rauch von brennendem Papier und seine Wirkung auf das Saatgut verschiedener Pflanzen und konnten als aktiven Stoff ein so genanntes Butenolid ausfindig machen. Diese Verbindung entsteht bei der Verbrennung von Pflanzenmaterial aus dem Zellwandbaustoff Zellulose.
Anschließend erzeugten die Forscher das Butenolid auch künstlich und verglichen dessen Wirkung auf Pflanzen mit der von Wasser, durch das Rauch geleitet wurde. Der Versuch bestätigte, dass es sich bei dem Butenolid um die gesuchte keimfördernde Substanz handelt. Der synthetisch hergestellte Stoff förderte das Keimen der Saat ebenso so sehr wie der natürliche Rauch, berichten die Wissenschaftler.
Nun, da der Stoff bekannt ist, wollen die Forscher auch klären, warum das Butenolid auf die Saat mancher Pflanzen eine so positive Wirkung hat. Die Substanz könnte im Gartenbau, in der Landwirtschaft oder bei der Wiederbegrünung von zerstörten Landschaften hilfreich sein, schreiben die Forscher.
ddp/bdw ? Benjamin Eckenfels





