Die Komponenten weiblicher Düfte beeinflussen das Verhalten von männlichen Motten auf unterschiedliche Weise, haben Wissenschaftler der University of Utah, University of Arizona und der Iowa State University festgestellt.
Die Wissenschaftler untersuchten erstmals, wie verschiedene Bestandteile von Sexuallockstoffen ( Pheromone) weiblicher Motten die Gehirnaktivität und das Verhalten von männlichen Motten beeinflussen.
Spezielle Nervenzellen an den Fühlern der Motten erkennen die Pheromone und senden elektrische Signale ans Gehirn. Die Wissenschaftler verbanden die Nervenzellen der Fühler mit hauchdünnen Drähten und zeichneten diese Signale auf. Je mehr Geruchsmoleküle die Fühler trafen, desto stärker wurde das elektrische Signal. Um herauszufinden, wie das Gehirn die Signale verarbeitet, setzten sie zudem kleine Elektroden in einzelne Gehirnzellen der Motten ein.
Sie stellten fest, dass die von den Nervenzellen der Fühler ausgesendeten elektrischen Signale fast augenblicklich von verschiedenen Gehirnzellen gleichzeitig empfangen wurden. Die Motte registriert also ganz genau, wann ein Geruchsstoff in der Luft ist und wann nicht. Außerdem werden durch spezifische Geruchsmoleküle ganz bestimmte Teile des Gehirns angeregt und verschiedene Verhaltensmuster ausgelöst.
So ändert eine männlichen Motte ihre Flugrichtung wenn sie das “Sex-Pheromon” einer Motte aufnimmt. Sie fliegt dann solange in diese Richtung weiter, bis sie wieder einen anderen Geruchsstoff aufnimmt und die Flugrichtung ändert. Je näher sie der Geruchsquelle kommt, desto öfter fliegt sie im Zick-Zack-Kurs – bis sie schliesslich bei der weiblichen Motte landet.
Ralf Möller





