Der globale Textilabfall hat sich seit dem Jahr 2000 auf 92 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppelt. Das liegt vor allem am steigenden Konsum und einer immer ausgeprägteren Wegwerfmentalität. „Früher wurde Kleidung bis zur völligen Unbrauchbarkeit getragen oder biologisch abgebaut“, erklärt Samira Iran von der TU Berlin. „Heute sind synthetische Fasern und chemische Beschichtungen weit verbreitet, was das Volumen an nicht biologisch abbaubaren Textilien steigen lässt.“ Städte recyclen außerdem nur 0,5 Prozent aller weggeworfenen Kleidungsstücke, der Rest der Altkleider geht nach Afrika und Asien, wo er auf Mülldeponien landet oder verbrannt wird. Man spricht auch von „Abfallkolonialismus“.





