Die Prinzipien der Evolution nach Darwin sind recht simpel. Die Bausteine im Erbgut des Menschen verändern sich ständig. Das geschieht rein zufällig – Evolution ist nicht zielgerichtet. Da Veränderungen im Genom auch in Spermien und Eizellen vorkommen, wird jeder Mensch mit etwa 100 Millionen neuen Mutationen geboren. Er trägt Gen-Varianten, sogenannte Allele, in seinem Erbgut, die sein Vater und seine Mutter noch nicht hatten. Die meisten dieser Mutationen sind bedeutungslos, doch manche schaden auch. Wenn sich die Umweltbedingungen ändern – und dadurch ein sogenannter Selektionsdruck entsteht –, können Individuen mit bestimmten Mutationen einen Vorteil haben. Dann greift die „ natürliche Auslese”: Die am besten angepassten Individuen überleben häufiger als ihre Artgenossen und produzieren mehr Nachwuchs. Da die Nachkommen mit den gleichen Gen-Varianten ausgestattet sind, überleben auch sie häufiger.
Neben der natürlichen Auslese von Mutationen sehen Experten noch einen weiteren Mechanismus der Evolution: Bei einer „ Gen-Drift” kommt es zu zufälligen Veränderungen innerhalb des Gen-Pools einer Population. Und: Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche können ganze Populationen auslöschen – und mit ihnen die genetischen Varianten ihres Erbguts.





