Sie untersuchten über mehrere Jahre das Wachstum von Hybridpappeln, Birken und Ahorn und zeichneten auch die Lichtverhältnisse in diesen Beständen auf. Die Birken, eine ausgesprochene Lichtbaumart, reagierten am empfindlichsten auf eine Zunahme der Gesamtfläche der Blätter im Bestand – und damit auf eine Zunahme der Beschattung. Sie schossen regelrecht in die Höhe, um aus dem Schatten zu wachsen. Die untersuchten Ahornbäume reagierten dagegen kaum auf eine Zunahme der Gesamtfläche der Blätter. Ihr Höhenzuwachs nahm nur wenig zu. “Wir stellen fest, dass die Morphologie, die Größe und die Verteilung der Blätter in den Baumkronen großen Einfluss auf den Kampf um Lebensraum hat”, so die Forscher.
Baumarten, die selber einen starken Schatten werfen, reagieren weniger auf eine Beschattung als Baumarten, die keinen starken Schatten werfen. Wissenschaftler der Universität Edinburgh und der Universität Nottingham stellten das bei Untersuchungen an Licht- und Halbschattenbaumarten fest, berichtet das Fachmagazin Nature.
Die Wissenschaftler Ian R. Gilbert, Paul G. Jarvis und Harry Smith zeigten nun zum ersten Mal, dass Baumarten tatsächlich unterschiedlich schnell auf eine Beschattung reagieren und dass diese Reaktion in einem linearen Verhältnis zur Gesamtfläche der Blätter eines Bestandes steht.
Ralf Möller





