Max findet keine Ruhe. Eigentlich müsste der 10-Jährige seine Hausaufgaben machen, doch er kann sich nicht konzentrieren. Stattdessen fingert er nervös an seiner Playstation herum, kurz darauf kramt er seine X-Men-Figuren hervor und lässt sie gegeneinander kämpfen, doch auch diese Beschäftigung langweilt ihn schon nach kurzer Zeit. Max kann einfach nicht bei der Sache bleiben – typische Symptome der psychischen Störung ADHS. Die Eltern von Max hoffen jetzt, dass das Medikament Ritalin, dass der Kinderarzt verschrieben hat, Abhilfe schafft. Denn – so die Recherche von Susanne Donner im Dezemberheft von bdw – Kinder mit ADHS werden später öfter straffällig, neigen zu Drogenmissbrauch, haben einen schlechteren Schulabschluss und finden nur schwer Arbeit. Aber ist Ritalin bei der Behandlung tatsächlich der Weisheit letzter Schluss? Neueste Studien lassen das bezweifeln. Darin warnen Wissenschaftler beispielsweise davor, dass Ritalin ein ähnliches Suchtpotential entwickeln kann wie Kokain. Außerdem kann das Präparat Depressionen hervorrufen. Einige Untersuchungen scheinen sogar zu belegen, dass die Therapie mit Ritalin bei vielen Kindern und Jugendlichen mit ADHS überhaupt nicht anschlägt.
Das alles klingt gar nicht gut. Sollten betroffene Eltern also darauf verzichten, ihren Kindern Ritalin zu geben? Die Antwort darauf ist “Jein”, denn unter bestimmten Voraussetzungen ist die Behandlung mit dem Medikament durchaus sinnvoll. Was man dabei jedoch beachten muss, um ungewollte Nebenwirkungen auszuschließen, lesen Sie jetzt im aktuellen Heft von bild der wissenschaft. Wir bringen Sie beim Thema Ritalin auf den neuesten Stand!





