Wer von schlimmen Naturkatastrophen redet, denkt selten an Mitteleuropa. Katastrophale Erdbeben gibt es hier nicht. Auch Stürme oder Hochwasser richten im Vergleich zu anderen Regionen der Erde weniger Schäden an. Und dennoch: Eine Karte mit den schweren Naturkatastrophen der letzten zwölf Jahre offenbart, dass auch in Deutschland regelmäßig Menschen durch Stürme sterben. Die schlimmste Naturkatastrophe hierzulande mit Tausenden von Toten nahm eigentlich niemand wahr: Die Sommerhitze 2003 in Deutschland kostete nach Angaben der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Munich Re 9000 Menschen das Leben – vor allem bereits geschwächten Menschen, die an Lungenversagen starben. Basis für diese Zahl ist die „Übersterblichkeitsrate”: die Zahl der Sterbefälle über dem langjährigen Mittel des betreffenden Zeitraums. Die größten Sachschäden verursachten die „ Jahrhundertflut” 2002 in Sachsen (fast 12 Milliarden Euro) und der Sturm Kyrill im Januar 2007 bundesweit (4,2 Milliarden Euro).





