Australische Wissenschaftler haben das erste Medikament gegen eine Fischvergiftung entwickelt, die in den Tropen immer häufiger wird und in jedem 100. Fall tödlich endet. Ursache ist ein Gift, das von einzelligen Dinoflagellaten abgegeben wird, die auf Meeresalgen leben. In Fischen, die sich von diesen Algen ernähren, reichert es sich an, ohne ihnen zu schaden. Beim Menschen schaltet die Substanz dagegen Ionenkanäle in den Kontaktstellen der Nerven (Synapsen) auf Dauerbetrieb um. Die Folge sind lang anhaltende Übelkeit, Hautausschläge und eine Umkehr des Warm-Kalt-Empfindens: Warmes erscheint kalt, Kaltes warm. Das neue Gegengift wurde aus Algen isoliert, die sich mit dem Stoff vor den Flagellaten schützen.





