New York ? Kinder verlangen weniger Spielzeug, wenn sie seltener fernsehen. Das zeigt eine amerikanische Studie, die jetzt in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts Journal of Developmental and Behavioral Pediatrics veröffentlicht wird.
An der Studie nahmen insgesamt etwa 200 Schüler der dritten oder vierten Klasse teil. Die Hälfte von ihnen wurde angeleitet, ihre Fernsehgewohnheiten zu reduzieren. Sie sollten zehn Tage lang gar nicht fernsehen und danach nicht mehr als sieben Stunden die Woche. Die anderen hundert Schüler bekamen keine Anweisungen.
Schließlich sollten die Kinder angeben, welche Spielsachen sie sich von ihren Eltern in der letzten Woche gewünscht haben, die sie zuvor im Fernsehen gesehen hatten. Die Kinder, die ihren Fernsehkonsum eingeschränkt hatten, gaben weniger Wünsche an als die anderen Schüler, berichten die Forscher. Eine Befragung der Eltern bestätigte dies hingegen nicht.
“Das Fernsehen einzuschränken, scheint eine besonders viel versprechende Methode zu sein, um den Einfluss der Werbung auf das Verhalten der Kinder zu vermindern”, meint Thomas N. Robinson von der Stanford-Universität, Leiter der Studie.
Amerikanische Kinder sehen etwa 40.000 Werbespots pro Jahr. Etwa die Hälfte sind Spielzeugwerbungen.
Marianne Diehl





