Ärzte der Uniklinik Rostock haben vor zwei Wochen im Zuge einer Bypassoperation wegen eines Herzinfarkts erstmals patienteneigene Stammzellen in den Herzmuskel des Betroffenen transplantiert. Die Therapie soll neues Herzgewebe im Infarktbereich nachwachsen lassen. Die Stammzellen waren aus dem Knochenmark des Patienten gewonnen worden.
Nach Angaben der Ärzte verlief die Transplantation ohne Komplikationen. Der Patient wurde inzwischen aus der Klinik in die Rehabilitation entlassen. Eine Behandlungsstudie soll jetzt die langfristige Effektivität und Sicherheit der Therapie untersuchen. Insgesamt 20 Patienten werden in diese Studie einbezogen.
In Tierversuchen hatten Wissenschaftler bereits gezeigt, dass durch die körpereigene Stammzelltherapie Muskelgewebe nachwachsen kann. Zuvor war es durch kein Therapieverfahren gelungen, das bei einem Herzinfarkt abgestorbene Herzgewebe wiederherzustellen.
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