Wasser für unsere Trinkwasserversorgung, aber auch für die Bewirtschaftung von Feldern oder das Tränken von Vieh ist lebensnotwendig. Sicheres Trinkwasser und sanitäre Anlagen gelten daher als Menschenrecht. Als blauer Planet scheint es auf der Erde auch reichlich Wasser zu geben. Doch ein Großteil des irdischen Wassers ist salzig oder als Eis in Gletschern gebunden. Nur rund ein Prozent liegt als Süßwasser in Seen, Flüssen, dem Grundwasser oder anderen für uns verfügbaren Ressourcen vor.
Und diese Ressource wird immer knapper: Durch den Klimawandel fällt in vielen Regionen immer weniger Regen, gleichzeitig steigt die Verdunstung durch die größer werdende Hitze. Als Folge trocknen Böden und Gewässer aus. Dazu kommt eine starke Übernutzung der Wasserressourcen: Weil seit Jahrzehnten mehr Wasser aus Gewässern und dem Grundwasser entnommen wird als durch Niederschläge nachströmen kann, sinken die Pegel. Studien zufolge sind schon jetzt rund ein Drittel der Grundwasser-Vorräte übernutzt. Viele Reservoire sind zudem durch Pestizide, Umweltschadstoffe, Überdüngung oder Versalzung verunreinigt.
Zwei Milliarden Menschen ohne Wasser
Wie es weltweit mit der Wasserversorgung aussieht, dokumentiert der aktuelle Wasserbericht der UN. Demnach leben heute mehr als zwei Milliarden Menschen in Ländern mit hohem Trockenstress und Wassermangel. Ihnen stehen oft nicht einmal die 50 Liter pro Kopf und Tag zur Verfügung, die nach Berechnungen der UNO nötig sind, um die grundlegenden Bedürfnisse zu erfüllen und die öffentliche Gesundheit zu sichern. “Vier Milliarden Menschen leiden zudem in mindestens einem Monat pro Jahr unter schwerer Wasserknappheit – das entspricht fast zwei Dritteln der Weltbevölkerung”, so der Bericht.
Doch nicht nur die Wasserverfügbarkeit ist ein Problem, sondern auch die Qualität: “Drei von zehn Menschen haben keinen Zugang zu sicherem – das heißt sauberem und dauerhaft einfach verfügbarem – Trinkwasser”, so der UN-Bericht. Vor allem in Afrika südlich der Sahara trinken noch immer fast die Hälfte aller Menschen Wasser aus ungeschützten und potenziell mit Schadstoffen und Krankheitserregern kontaminierten Quellen. Armut und unzureichende Infrastruktur sorgen dafür, dass es keine Wasserleitungen und meist auch keine sanitären Anlagen gibt. Dadurch haben laut UN-Bericht sechs von zehn Menschen keinen Zugang zu sicheren Sanitäranlagen und jeder Neunte verrichtet seine Notdurft im Freien.





