Die Jungtiere aus den warmen Nestern erzielten deutlich bessere Ergebnisse als die aus den kühleren. Dieses Resultat war unabhängig von Geschlecht, Körpergröße und Bewegungsaktivität. Möglicherweise, schreiben die Forscher, führt eine erhöhte Nesttemperatur während der Eientwicklung zu einer veränderten Hormonproduktion und beeinflusst dadurch die Entwicklung des Gehirns. Ob der Unterschied im Lernvermögen nur vorübergehend oder dauerhaft ist, ist noch ungeklärt.
Die Klimaerwärmung könnte sich auf zweierlei Weise auf die Eidechsen auswirken und schon ausgewirkt haben: Einerseits stellen steigende Temperaturen die Reptilien vor neue Herausvorderungen, die sie meistern müssen. Andererseits beschleunigt sich dadurch gleichzeitig das Lernen und verbessert so ihre Fähigkeit zur Anpassung. Weitere Versuche sind nötig, um die Vermutung zu bestätigen, dass sich durch höhere Temperaturen im Nest auch tatsächlich die biologische Fitness verbessert.





