In einer Simulations-Studie an der Universität Florida haben Forscher untersucht, wie das Epilepsie-Medikament Phenytoin als Billigpräparat und als Markennamenprodukt wirkt. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Neurology beschreibt der Wissenschaftler B. J. Wilder, dass bei einigen Epilepsie-Therapien ein Wechsel der Produkte giftige Nebenwirkungen oder den Verlust der Anfallskontrolle zur Folge haben kann (Ausg. 57, Nummer 4).
In vielen Fällen sind Billigpräparate, so genannte Generika, und Markenmedikamente auswechselbar. Jedoch kann eine Änderung der Formel des Medikamentes Phenytoin die Menge der in den Blutkreislauf aufgenommenen Wirkstoffe verändern. Dabei ist die wirksame Menge Phenytoin, die entweder Epileptische Anfälle verhindert oder giftige Nebenwirkungen verursacht, ähnlich.
Bei einem Wechsel vom gewohnten Markenmedikament zum Generikum verringerte sich die Phenytoin-Konzentration im Blut um 37 Prozent. Die verbleibende Menge Wirkstoff reicht nicht, um epileptische Anfälle zu verhindern. Wird andersherum das Markenprodukt statt eines Generikas eingesetzt, steigt die Blutkonzentration im Durchschnitt um 102 Prozent, was zu ernsten Nebenwirkungen führen kann.
Generika sind den Markenmedikamenten pharmakologisch identische Präparate, die nach Ablauf des Patentschutzes des “Originalmedikamentes” zu wesentlich niedrigeren Preisen angeboten werden. Sie können sich jedoch in Größe, Form, Farbe, Geschmack und Verpackung unterscheiden und weniger, mehr oder andere Zusatzstoffe enthalten.
Nicole Waschke





