Text: Vanessa Barisch
Etwa 30 Kilometer von der südtunesischen Stadt Gafsa entfernt wartet der Landwirt Rachid an seinen Kleintransporter gelehnt. Er und viele weitere Landwirtinnen und Landwirte sind besorgt und verärgert: Das Unternehmen Primed hat seit 2009 in der trockenen Gegend Salat für den europäischen Markt angebaut und rund um die Uhr Wasser aus dem sich nicht mehr erneuernden Aquifersystem gepumpt. Dadurch trug der Konzern entscheidend zum rapiden Absinken des Grundwasserspiegels bei. Im November wurde dem inzwischen insolventen Primed der Strom abgestellt, doch der Zugriff auf Wasser ist für die Menschen der Region damit nicht wiederhergestellt.





