Frauenhaut muss dehnbar sein
Der geschlechtsspezifische Unterschied beim Aufbau des Bindegewebes hat Bross zufolge einen wichtigen biologischen Sinn: “Durch das lockere Bindegewebe ist die Haut von Frauen weicher und kann sich dadurch bei einer Schwangerschaft besser ausdehnen”, erklärt er. Bei Männern muss sie diesen Zweck dagegen nicht erfüllen und so konnte die Natur das ‘starke Geschlecht’ mit einer festeren und robusteren Haut ausstatten.
“Die Neigung zu starkem oder schwachem Bindegewebe und damit zu Cellulite ist bei Frauen wiederum zusätzlich Veranlagungssache”, sagt Bross. Übergewicht verstärkt das Ausmaß außerdem, aber auch die meisten normalgewichtigen Frauen bekommen ab einem gewissen Alter zunehmend Orangenhaut. “Mit den Jahren lässt die Stabilität des Bindegewebes nach und damit wachsen auch die Dellen”, erklärt Bross.
Diesem Effekt sollen unzählige Tipps, Therapien und Mittelchen entgegenwirken, doch der Dermatologe hält von diesen Maßnahmen nicht viel: “Einen deutlichen und langfristigen Effekt kann man meist nicht erreichen”, konstatiert er. Er empfiehlt dagegen einen entspannteren Umgang mit dem hügeligen Hautbild: “Das ist ein ganz normaler Teil eines weiblichen Körpers und sollte nicht zu sehr als Makel abgestempelt werden”, meint Bross.
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