Bei Patienten, die Blutplättchen-Konzentrate erhalten, kommt es öfter zu Fieber und anderen lebensbedrohlichen Komplikationen. Warum die Konzentrate diese Nebenwirkungen haben, war bisher unbekannt. Jetzt haben Forscher vom medizinischen Zentrum der Universität Rochester festgestellt, dass daran ein Eiweiß schuld ist, das während der Lagerzeit aus den Plättchen tritt.
Das Eiweiß mit dem Namen CD40-Ligand gelangt durch die Transfusion in den Körper des Patienten und bindet dort an die CD40-Rezeptoren ? mit den unerwünschten Nebenwirkungen. Die Patienten, die bereits schwer an Krebs leiden, eine Operation am offenen Herzen oder eine Transplantation hinter sich haben, müssen dann aggressiv behandelt werden.
“Es wäre schön, wenn man die Plättchen so vorbehandeln könnte, dass sie den Patienten nur Vorteile bringen und keine Nachteile”, meint Richard Phipps, der zusammen mit Neil Blumberg die Ergebnisse in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht hat.
Warum der CD40-Ligand die Plättchen verlässt, wissen die Forscher noch nicht. Es könnte daran liegen, wie die Plättchen aus dem Blut isoliert oder wie sie aufbewahrt werden, meint Phipps. Möglicherweise seien es die Plastik-Beutel.
Marianne Diehl





