Walnüsse ergänzen eine Diät sehr gut, indem sie sowohl die absoluten Cholesterin-Werte wie auch die Menge der Lipoproteine niedriger Dichte (LDL) sinken lassen. Damit wirken sie besonders einer Art von Cholesterin entgegen, das im Verdacht steht, einen Herzinfarkt zu begünstigen. Das ergab eine Studie an 18 Erwachsenen von etwa 60 Jahren, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht ist.
Die fünf Männer und 13 Frauen absolvierten in knapp einem halben Jahr vier unterschiedliche Diäten. Zunächst eine gewöhnliche, die in einer zweiten Variante um Walnüsse ergänzt wurde. Als Drittes ernährten sie sich mit extrem wenig Fett, und in der vierten Runde setzten sie diesem Speiseplan wiederum Walnüsse zu. Die Probanden nahmen jeweils 48 Gramm Walnüsse bei einer Kalorienmenge von 1850 pro Tag zu sich. Walnüsse besitzen sehr viele mehrfach ungesättigte n-3- und n-6-Fettsäuren.
Im Vergleich zu anderen Methoden ganz ohne Walnüsse reduzierte die zweite Versuchsdiät mit Walnüssen das LDL-Cholesterin am besten, nämlich um 27 Prozent. Um sieben Prozent gingen diese Werte bei der sehr fettarmen, vierten Variante inklusive Walnüssen zurück. Keine der Testpersonen nahm während der fünfeinhalb Monate an Gewicht zu, obwohl ihre Zufuhr an Energie deutlich höher war als sonst.
Die Autoren der Studie unter Leitung von Regalio U. Almario schließen, dass Walnüsse einen positiven Effekt auf den Stoffwechsel haben. Sie beeinflussen den Fettstoffwechsel im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln mit n-3- und n-6-Fettsäuren wie Fischöl oder Produkte aus Sojabohnen aber anders.
Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der bekannten Wirkung von Nüssen auf den menschlichen Organismus: Etwa 150 Gramm Nüsse pro Woche können das Risiko für einen Herzinfarkt um 30 bis 50 Prozent senken.
Bettina Hellenkamp





