60 Prozent der Insektenarten der Antarktis sind endemisch – sie kommen nur hier vor, betonen die Forscher. „Sie sind definitiv nicht erst kürzlich auf dem Kontinent erschienen, sondern es muss sie bereits seit Millionen von Jahren hier geben”, sagt Co-Autor Peter Convey from the British Antarctic Survey. “Irgendwie müssen sie also die extremen Bedingungen während der Eiszeiten, die es in dieser Zeitspanne wiederholt gegeben hat, überstanden haben”, sagt der Wissenschaftler. Die aktuellen Ergebnisse legen nun nahe, dass sie in den vulkanisch aktiven Bereichen überlebt haben und sich von dort aus wieder ausbreiteten, als die Bedingungen günstiger wurden.
Den Forschern zufolge könnten warme Dampfschwaden und Gewässer aus geschmolzenem Eis aber nicht nur in der Antarktis Inseln des Lebens gebildet haben. Auch in anderen Regionen der Erde, die während der Eiszeiten von Eispanzern bedeckt waren, ermöglichten geothermische Bereiche vermutlich die Entstehung von eisfreien Oasen. Hierher konnten sich ebenfalls Lebewesen zurückziehen und in Warmzeiten erneut ausbreiten, glauben Fraser und seine Kollegen.





