Nicht vor Spinnen, Autounfällen oder Waffen fürchten sich Menschen am meisten. Am bedrohlichsten scheinen ihnen wütende Mitmenschen. Darauf deuten Versuche amerikanischer Hirnforscher, die sie am Jahrestreffen der Gesellschaft für Neurowissenschaften in San Diego vorstellten.
Die Forscher um Ahmad Hariri vom Nationalen Institut für Mentale Gesundheit in Bethesda legten Probanden Bilder mit Furcht einflößenden Gesichtern, Tieren und Situationen vor. Dabei massen sie die Aktivität im Furchtzentrum des Gehirns, dem Mandelkern. Diese Hirnregion löst in gefährlichen Situationen einen Adrenalin-Schub aus und bringt das Herz auf Trab. Zudem bestimmten die Forscher den Schweißausstoß der Probanden.
Die Hirnforscher fanden, dass kein Bild die Furcht so steigerte wie jene mit wütenden Gesichtern. Auch Spinnen, Schlangen, Haifische und lebensbedrohliche Situationen wie Explosionen, Autounfälle und eine Bedrohung mit Waffen riefen vergleichsweise wenig Furcht hervor.
Marcel Falk





