Kleinere Erdstöße können Nachbeben einer großen Katastrophe sein, die bereits vor Jahrhunderten stattgefunden hat. US-Forscher Seth Stein von der Northwestern University in Evanston und sein Kollege Mian Liu von der University of Missouri in Columbia hatten die Daten von Erschütterungen in New Madrid im Mittleren Westen der USA analysiert. Dort hatten sich 1811/12 vier große Erdbeben ereignet. Seitdem kommt es immer wieder zu leichteren Beben. Stein und Liu fanden heraus, dass diese Erdstöße die gleiche Struktur wie Nachbeben haben. Computer-Simulationen erklärten das Phänomen: Erdbeben entstehen vor allem, wenn sich tektonische Platten aneinander reiben. Die Spannungen an den Plattenrändern bauen sich dabei relativ schnell ab. Die Beben von New Madrid ereigneten sich jedoch mitten auf dem Kontinent. Dort dauert es wesentlich länger, bis die geologische Lage wieder entspannt ist.





