Die fast ausgestorbenen Eulenpapageien Neuseelands, die Kakapos, brüten in diesem Jahr sehr erfolgreich. Dies teilt die Neuseeländische Naturschutzbehörde DoC mit.
Kakapos (Strigops habroptilus) sind die schwersten und einzigen nachtaktiven und flugunfähigen Papageien. Sie gehören zu den seltensten Vögeln der Welt. Die Popluation, der ausschließlich in Neuseeland heimischen Tiere, war bereits auf 62 Individuen geschrumpft.
Doch in den vergangenen zwei Wochen schlüpften auf Whenua Hou sieben Kakapo-Küken. Am 18. Februar brüteten auf der kleinen Insel vor der Küste Neuseelands 18 Kakapo-Hennen auf insgesamt 52 Eiern, berichtet das DoC. Mehr als die Hälfte der Eier seien fruchtbar und auch die Küken hätten gute Chancen später selbst Eltern zu werden.
Das Rettungsprogramm für den Kakapo bemüht sich seit zehn Jahren um den raren Vogel. Michael Rands, Direktor von Birdlife international hält die Brut der Kakapos für “einen der ganz großen Durchbrüche im Vogelschutz?.
Ein wichtiger Grund für das Aussterben der Kakapos waren Fressfeinde, die Einwanderer nach Neusseland eingeschleppt hatten. Katzen und Ratten vermehrten sich ungehindert auf Kosten der langsam brütenden Papageien. Doch seit 1999 sind Ratten auf Whenua Hou ausgerottet. Besser geht es den Vögeln auch, weil der Rimubaum in diesem Jahr reichlich Früchte trägt. Er ist vor allem für die Jungtiere eine wichtige Futterpflanze.
Dennoch überlässt der DoC bei der Brut nichts dem Zufall. Jeder Kakapo trägt einen Sender, Infrarotkameras überwachen sämtliche Nester. Wenn die Hennen auf Nahrungssuche sind, legen die Vogelschützer Wärmekissen über die Eier. Von den Müttern verschmähte Küken ziehen sie von Hand auf.
Anna Voormann





