Das Betrachten virtueller Computerbilder kann mehr innere Ruhe und Zufriedenheit erzeugen als traditionelle Yoga-Techniken. Diese These vertritt der US-amerikanische Computerwissenschaftler Larry Hodges vom Georgia Institute of Technology.
Mithilfe des Computers können auch Menschen mit schlechtem Vorstellungsvermögen meditieren, so Hodges. Herkömmliche Meditationstechniken versagten meist dann, wenn sie am dringendsten gebraucht würden – in extremen Stress-Situationen, wenn Betroffene zu unruhig und aufgeregt sind, um innerlich abzuschalten oder beruhigende Bilder zu visualisieren. Auch seien viele Techniken nur schwer zu erlernen.
Mit einen von Hodges und seinem Team entwickelten virtuellen Meditationsraum (Meditation Chamber) soll Entspannung auch für Nervenbündel künftig ganz leicht werden: Entspannungssuchende sitzen auf einem Ruhesessel und tragen ein so genanntes Virtual Reality Headset auf dem Kopf, das einem Motorradhelm ähnelt. Durch kleine Farbbildschirme sehen sie ein räumliches Landschaftsbild. Über einen Kopfhörer erklingen neben Anweisungen zur richtigen Atemtechnik und Muskelentspannung beruhigende Naturlaute, wie Vogelgezwitscher. An Arm und Brust angebrachte Sensoren überwachen Atmung und Transpiration des Nutzers.
Die Forscher führten einen Prototyp des virtuellen Meditationsraums kürzlich auf der Siggraph-2001-Konferenz für Computergraphik und interaktive Technik in Los Angeles vor.
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Almut Bruschke-Reimer





