Zwei von drei Diabetikern, die wegen Komplikationen ihrer Erkrankung sterben, könnten heute erfolgreich behandelt werden. Das meinen Vertreter der größten Diabetiker-Organisation Großbritanniens “Diabetes UK” berichtet die Nachrichtenagentur BBC. Oft hätten die Patienten bereits seit neun bis zwölf Jahren ihre Zuckerkrankheit, bis sie endlich diagnostiziert werde.
Im britischen Königreich leben schätzungsweise eine Million Menschen mit Diabetes mellitus, ohne es zu wissen. “Bei zu vielen Patienten wird die Erkrankung so spät entdeckt, dass bereits Komplikationen eingetreten sind”, so Paul Streets vom Vorstand von “Diabetes UK”. Dazu zählen etwa hoher Blutdruck, Durchblutungsstörungen und Augenprobleme. Gleichzeitig steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der häufigsten Todesursache bei Diabetikern über 30 Jahre.
Selbst wenn die Zuckerkrankheit diagnostiziert sei, würden die Patienten oft nicht ausreichend versorgt, kritisiert Streets. Angesichts der prognostizierten Verdopplung der Anzahl der Diabetiker in Großbritannien bis zum Jahr 2010 fordert er verstärkte Anstrengungen bei Diagnostik und Therapie. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat weltweit einen Anstieg der Zahl der Diabetiker von 150 Millionen auf 300 Millionen Menschen in den nächsten 25 Jahren vorhergesagt.
Dr. Thomas Meißner





