Erst Flügel-Pausen-Technik… dann Einklapp-Taktik
Die Videoaufnahmen der Forscher dokumentierten: Bei den vergleichsweise breiten Zwischenräumen meisterten die Vögel die Herausforderung meist mit einer „Flügel-Pausen-Technik”: Während einer Flügelaufwärts-Bewegung hielten sie dabei genau im Moment der Passage kurz inne, so dass ihre Flügel nach oben abgewinkelt an den Gitterstäben vorbeisausen konnten. Doch je enger die Stäbe wurden, desto eher gingen die Tauben zu einer Alternativ-Technik über, berichten die Forscher: Sie hielten ihre Flügel dabei seitlich und knickten sie ab, so dass sie durch die Gitterstäbe passten, ohne anzustoßen.
Den Forschern zufolge legt dieser Taktik-Wechsel nahe, dass beide Techniken mit Vor- und Nachteilen einhergehen, die je nach Grad der Herausforderung mehr oder weniger wichtig werden. Welche Faktoren dies sein könnten, untersuchten sie mittels Flugsimulationen und Modellberechnungen am Computer. Diese Analysen belegten: Bei der Flügel-Pausen-Technik wird das gesamte Flugverhalten vergleichsweise wenig beeinträchtigt: Das Tier verliert im Vergleich zur Klapptechnik nur wenig an Schwung und Flughöhe. Die Analysen der Klapptechnik dokumentierten hingegen, dass der Vogel dabei stabiler in der Luft liegt und weniger Gefahr läuft, sich womöglich doch anzustoßen.





