Die Videodokumentation der Forscher zeigt, wie sie die Leistungsfähigkeit des Erinnerungsvermögens nachweisen konnten: Frauchen Valentina führt ihrer Hündin Adila vor, wie man eine Glocke läutet. Anschließend geht sie mit ihr hinter einen Sichtschutz und spielt dort mit ihr eine Zeitlang. Dann führt sie Adila zurück zur Glocke und gibt den Befehl „Do it!” Die Hündin schlägt nun mit ihrer Pfote auf die Glocke. So verhielt sie sich bis zu zehn Minuten nach der Beobachtung. Auch die Ablenkung hinter dem Sichtschutz veränderte an diesem Erinnerungsvermögen nichts. Sogar dem Befehl einer anderen Person folgt Adila und führt die Handlung aus, die ihr Frauchen ursprünglich gezeigt hat.
Den Forschern zufolge belegen die Ergebnisse erneut eindrucksvoll die Fähigkeit von Hunden, ein geistiges Spiegelbild des menschlichen Verhaltens entwickeln zu können. Dass diese Erinnerung auch bei Zeitverzögerung noch erhalten bleibt, deutet auf ein Langzeitgedächtnis der Vierbeiner im Rahmen dieser Fähigkeit hin. Das würde den Forschern zufolge dem sogenannten deklarativen Gedächtnis des Menschen entsprechen, mit dem wir bewusst Erinnerungen abrufen, wie Fakten oder Wissen. Der beste Freund des Menschen hat also erneut seine beeindruckende Nähe zum Menschen unter Beweis gestellt.





