Verkehrsunfälle sind die häufigsten Auslöser der so genannten post-traumatischen Belastungsstörung ( PTSD). Darauf weisen die Mediziner Edward Blanchard und Edward Hickling in einem von der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft ( APA) herausgegebenen Buch hin. Sie empfehlen eine möglichst schnelle psychologische Unterstützung von Unfallopfern, bei denen PTSD diagnostiziert wurde. Sonst könnten diese Menschen ihr Leben lang unter einer solchen Belastungsstörung leiden.
Das Buch ist das Ergebnis einer fünfjährigen Studie mit etwa 160 Unfallopfern. Fast alle Testpersonen mit PTSD hatten Angst vor dem Autofahren und einige vermieden es sogar ganz. “PTSD ist ein ernstzunehmendes psychisches Problem, das behandelt werden muss,” erklären die Autoren. Die psychische Reaktion auf ein Trauma kann Angst, Albträume und Depressionen auslösen und zum sozialen Rückzug eines Menschen führen.
Von den 160 Testpersonen hatten sich etwa 100 PTSD-Patienten einer Verhaltenstherapie unterzogen. Drei von vier zeigten sich durch diese psychologische Betreuung auf Dauer mit sich selbst und ihrer Umwelt zufriedener. Nach einer weiteren Umfrage an über achttausend Menschen mit Trauma-Symptomen kämpften vierzig Prozent schon über zehn Jahre mit PTSD, erklären Blanchard und Hickling.
ddp/bdw – Sandra Saladin





